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Natur & Verbindung in Füssen

  • vor 5 Tagen
  • 2 Min. Lesezeit

Community Run Füssen – zwischen Höhenmetern und echten Momenten

Die Anreise am Samstag hatte direkt ihren eigenen Auftakt – in Füssen wurde ich geblitzt, vermutlich, weil die Vorfreude auf den Lauf ein wenig stärker war als Konzentration. Bei Sebi angekommen, konnte ich dann erstmal runterfahren: ankommen, reden, den Kopf freibekommen. Genau das richtige Setup für das, was am nächsten Tag folgen sollte.

Am Sonntagmorgen ging es zum Sportstudio Füssen, wo wir zunächst gemeinsam den Stand aufbauten – Inkospor, feels.like, alles vorbereitet. Schon in diesen ersten Minuten war spürbar, dass dieser Tag mehr werden würde als nur ein Lauf: Die Stimmung war entspannt, aber gleichzeitig voller Energie und Erwartung.

Um 9 Uhr starteten wir in die erste Runde, etwa 11 Kilometer lang. Zunächst waren wir nur zu dritt unterwegs – Sebi, Fabi und ich –, was dem Ganzen eine fast intime Atmosphäre gab. Die Gespräche entstanden ganz von selbst, ehrlich und ohne große Filter, während wir durch die Altstadt von Füssen liefen und das perfekte Wetter genossen. Am Lechfall ergab sich dann ein besonderer Moment: komplett menschenleer, ruhig, fast unwirklich.

Der anschließende Anstieg zum Kalvarienberg verlangte dann jedem von uns etwas anderes ab, denn hier lief jeder für sich. Gespräche verstummten, der Fokus verlagerte sich nach innen. Oben angekommen, wurde dieser Einsatz belohnt – nicht spektakulär inszeniert, sondern durch diesen klaren Moment aus Anstrengung, Ruhe und Aussicht.


Der Downhill danach wirkte fast wie eine Befreiung: erst technisch über den Trail, dann schneller auf der Kiesstraße, bevor es unten wieder flach zurück Richtung Sportstudio ging.

Dort wartete bereits der Rest der Gruppe – sieben weitere Teilnehmer und zwei Hunde. Nach einer kurzen Stärkung und ersten Gesprächen ging es gemeinsam in die zweite Runde.

Obwohl die Strecke identisch war, veränderte sich die Dynamik spürbar. Die größere Gruppe brachte mehr Energie, mehr Perspektiven und intensiveren Austausch mit sich. Gespräche wurden persönlicher, teilweise sogar auf Spanisch mit Beatriz und Adrian. Gleichzeitig war es beeindruckend zu sehen, wie Niki, gerade einmal neun Jahre alt, die Strecke mit einer Selbstverständlichkeit bewältigte, die Respekt verdient.

Blick auf Neuschwanstein
Blick auf Neuschwanstein

Am Lechfall zeigte sich anschließend der Kontrast zur ersten Runde deutlich: voll, lebendig, laut.

Auch der zweite Anstieg auf den Kalvarienberg wurde wieder zur Herausforderung, doch diesmal war er stärker von der Gruppe geprägt – auch wenn ihn weiterhin jeder für sich bewältigte. Oben angekommen, kam dann alles zusammen: alle gleichzeitig dort, alle mit ihrem eigenen Weg nach oben. Genau in diesem Moment entstand das Gruppenbild – für mich der Moment des Tages.

Die glückliche Gruppe am Gipfel
Die glückliche Gruppe am Gipfel

Zurück am Sportstudio waren alle erschöpft, aber zugleich sehr glücklich über das Geleistete. Viele Gespräche klangen nach, neue Verbindungen waren entstanden, und auch sportlich gab es starke persönliche Leistungen – etwa bei Fabi, der an diesem Tag seinen ersten Halbmarathon lief.

Gleichzeitig stand über allem der gemeinsame Zweck: Spenden für Ärzte ohne Grenzen. Der Lauf bekam dadurch eine zusätzliche Ebene, die über das Persönliche hinausging.

Der Abschluss in der Sauna bot schließlich die Möglichkeit, den Tag bewusst ausklingen zu lassen – körperlich wie gedanklich.


Mit dem Blick nach vorne steht bereits der nächste Termin fest: der Community Run am 14.05.2026 in München. Ziel sind 40 Teilnehmende. Seid ihr dabei?

Euer Klartext


 
 
 

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